Mein Weg zum Hundetrainer

Ich habe mich mit dem Einzug meiner ersten Hündin 2010 in den Themen Hunde, Erziehung, Hundesport und Gesundheit kontinuierlich weiterentwickelt.

Ich habe viele Seminare, Vorträge und Kurse besucht. Ich wollte einfach alles wissen. Ich suchte nach „der Methode“ um alle meine Herausforderungen mit meinen Hunden in den Griff zu bekommen.

2012 habe ich die Dogfrisbee-Gruppe in meinem Verein übernommen, in der ich vorher selbst Schülerin war. In diesem Rahmen habe ich auch den VDH-Trainerschein absolviert. Ich habe viele verschiedene Teams trainiert, einige davon sind sehr erfolgreich auf Turnieren gestartet.

Trotz des Trainerscheins hatte ich meistens das Gefühl, ich weiß zu wenig über Hunde und deren Erziehung. Lange bestand der Wunsch nach einer richtigen und umfangreichen Hundetrainerausbildung. Jedoch haben mich immer die hohen Kosten abgeschreckt.

Nach einer kleinen Zwangspause durch einen Beinbruch habe ich mich dann entschlossen meinem großen Wunsch nach einer Hundetrainerausbildung nachzugehen und im Dezember 2016 ging es endlich bei der ATN (Akademie für Tiernaturheilkunde) los.

Neben der sehr theoretischen Ausbildung habe ich nebenher so oft ich konnte als Praktikantin meine Zeit in verschiedenen Hundeschulen verbracht, um so viel Praxiserfahrungen zu sammeln wie möglich. Durch die unterschiedlichen Hundeschulen konnte ich sehr viele verschiedene Methoden und Herangehensweisen lernen und für mich mitnehmen.

Nachdem ich nun die Ausbildung und die viele Praxiserfahrung habe, kann ich sagen „die Methode“ gibt es nicht. Es gibt 100 Wege, die zum Ziel führen. Es gilt den richtigen Weg für das jeweilige Mensch-Hund-Team zu finden. Oft sind es viele kleine Zahnräder, die bewegt werden müssen, um das große Ganze zu verändern.

Um einer Herzensangelegenheit nachzugehen, mache ich zurzeit noch eine Weiterbildung zum Assistenzhundetrainer. Ich habe bereits alle theoretischen und praktischen Lektionen durchgearbeitet. Nun geht es an verschiedene Praktika, Abschlussarbeiten, Hospitationen, theoretische und praktische Prüfung.
Da ich durch meinen Beinbruch weiß, wie schnell man auf Hilfe angewiesen sein kann und wie schön es ist, wenn einen der Hund an der Seite mit Freude unterstützt, möchte ich dieses Gefühl auch gerne anderen Menschen vermitteln.

Durch wissenschaftliche Erkenntnisse entwickelt sich das Hundetraining immer weiter. Es ist mir wichtig, nicht den Anschluss zu verlieren und mich weiterzubilden. Daher besuche ich regelmäßig Seminare, Abendvorträge, lese Bücher, Studien und nehme mit meinen Hunden an verschiedenen Kursen teil.

Es war niemals mein Plan eine Hundetrainerin zu werden. Es gab viele liebe Menschen, die mein Potential und meine Leidenschaft gesehen und gefördert haben. Ich bin meinem Mann, meiner Familie, meinen Mentoren, Ausbildern und Freunden sehr dankbar für die Unterstützung. Ich wäre nicht diejenige die ich heute bin ohne deren Hilfe.

Nun möchte ich gerne mit euch gemeinsam den Weg in eine glückliche Mensch-Hund-Beziehung gehen.